André Baumann

Über mich

Ich wurde am 13. August 1974 in Brasilien geboren und kam 1981 nach Deutschland, wo ich in Mönchengladbach aufwuchs.

1997 begann ich mein Medizinstudium in Aachen und erhielt 2004 die Approbation. Früh entschied ich mich für die Psychiatrie und sammelte erste Erfahrungen in der Landesklinik Süchteln sowie im Alexianer-Krankenhaus Aachen. Meine Facharztausbildung absolvierte ich in Querfurt; 2014 schloss ich mein neurologisches Jahr in Magdeburg ab.

Mit der Zeit wurde mir klar, dass eine rein medikamentenorientierte Behandlung nicht ausreicht. In der psychosomatischen Klinik in Simbach am Inn vertiefte ich meine tiefenpsychologische Arbeit; meine verhaltenstherapeutische Ausbildung absolvierte ich am IVT Brandenburg.

2017 erhielt ich den Facharzttitel für Psychiatrie und Psychotherapie. Seit 2019 arbeite ich in eigener Praxis mit dem Ziel, Heilung als inneren Wandel zu verstehen.

Psychotherapeut André Baumann
Psychotherapeut André Baumann

Geprägt von Brasilien – getragen vom Herzen

Fünf prägende Jahre meines Lebens habe ich in Brasilien verbracht – eine Zeit, die meine Sicht auf Leben, Heilung und den Menschen tief beeinflusst hat. Obwohl ich keine brasilianischen Wurzeln habe, ist das Land Teil meines Denkens, Fühlens und Seins geworden.

Mich beeindruckten die lebensfrohe, herzliche Mentalität, das Vertrauen ins Leben trotz Unsicherheiten sowie die tiefe Verbindung zur Natur und zur geistigen Welt – spürbar in indigenen und afrikanischen Traditionen und ihren kraftvollen Ritualen.

2001 absolvierte ich mein Praktisches Jahr in Natal in der Psychiatrie und Chirurgie. Dort begegnete mir neben einer anderen Arbeitsweise vor allem eine innere Haltung des Vertrauens, die mich nachhaltig geprägt hat.

Diese Erfahrungen beeinflussen bis heute meine psychotherapeutische Arbeit, die für mich auch eine spirituelle Dimension unseres Menschseins umfasst.

Anmeldung & Ablauf

Die Anmeldung erfolgt telefonisch während meiner Sprechzeiten am Montag und Donnerstag von 13:00 bis 14:00 Uhr.

In diesem kurzen Telefonat klären wir erste Fragen und vereinbaren die weiteren Termine.

Im nächsten Schritt finden drei persönliche Vorgespräche statt. Diese Gespräche bieten Raum, Ihr Anliegen in Ruhe zu schildern und gemeinsam zu schauen, ob die Zusammenarbeit für Sie stimmig ist und das therapeutische Setting für Sie passt.

Anschließend haben Sie die Möglichkeit, an drei probatorischen Gruppensitzungen teilzunehmen. Diese dienen dem gegenseitigen Kennenlernen in der Gruppe und sind für Sie selbstverständlich unverbindlich.

Wenn Sie sich gut aufgehoben fühlen und eine Zusammenarbeit wünschen, kann eine Kurzzeittherapie mit 24 Therapieeinheiten bei Ihrer Krankenkasse beantragt werden.

Je nach individuellem Bedarf besteht danach die Möglichkeit, eine Langzeittherapie mit weiteren 36 Therapieeinheiten zu beantragen.

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Mein Angebot

Praxis für Psychotherapie André Baumann Gruppentherapie

Gruppentherapie für [Zielgruppe] bei [Symptome]

Gruppentherapie ist keine Selbsthilfegruppe, sondern eine lösungsorientierte Therapie nach verhaltenstherapeutischem Konzept.

In der geschützten Atmosphäre Gleichgesinnter kann man sich einbringen. Achtsamkeit, Wertschätzung und Verschwiegenheit schaffen Vertrauen. „Keiner muss müssen“.

Bitte melden Sie sich nur, wenn Sie ernsthaft im Gruppensetting arbeiten und etwas verändern möchten. Gruppentherapie ist eine besonders wirkungsvolle Form.

Gruppentherapie – Information

Was bedeutet Gruppentherapie allgemein?

Gruppentherapie ist eine Form der Psychotherapie, bei der mehrere Teilnehmer:innen gemeinsam an persönlichen Themen arbeiten, begleitet von einer therapeutischen Leitung. Die Gruppe bietet die Möglichkeit, eigene Erfahrungen zu teilen, Rückmeldungen zu erhalten und sich selbst im Kontakt mit anderen besser zu verstehen. Häufig werden dabei Beziehungsmuster, Gefühle und Denkweisen sichtbar, die auch im Alltag eine Rolle spielen. 

Ziel und Haltung

Gruppentherapie bietet einen geschützten Rahmen, um sich selbst im Kontakt mit anderen zu erfahren. In der Gruppe werden Beziehungsmuster sichtbar, die auch im Alltag wirksam sind. Durch achtsamen Austausch, Resonanz und gemeinsames Lernen entsteht ein Raum für Entwicklung, Heilung und persönliches Wachstum.

Im Mittelpunkt steht eine Atmosphäre, in der man sich sicher fühlt, sich zu öffnen, einzubringen und authentisch zu sein.

Die Gruppe ist ein Raum für Menschen, die sich auf einen echten inneren Entwicklungsprozess einlassen möchten.
Sie lebt von der Bereitschaft der Teilnehmerinnen und Teilnehmer, sich selbst ehrlich zu begegnen, eigene Muster zu reflektieren und auch schwierige Gefühle als Teil von Veränderung anzunehmen.

Viele Menschen suchen verständlicherweise eine schnelle Linderung von Symptomen. In dieser Gruppe geht es jedoch weniger um kurzfristige Lösungen, sondern um nachhaltige Veränderung, persönliches Wachstum und mehr innere Lebendigkeit.

Wenn Sie den Wunsch haben, sich auf diesen Prozess einzulassen, kann die Gruppe ein kraftvoller Ort für Entwicklung und Heilung sein.

Gruppentherapie bei André Baumann

Was erwartet Sie in der Gruppentherapie?

  • Selbsterfahrung im Kontakt: Wahrnehmen, wie Sie sich in Beziehung zu anderen erleben und verhalten.
  • Erkennen von Mustern: Funktionale und wiederkehrende Kontakt‑, Beziehungs‑ und Schutzmuster erkennen.
  • Verstehen alter Prägungen: Alte Verletzungen und Erfahrungen aus Kindheit und früheren Beziehungen behutsam erforschen.
  • Emotionale Verarbeitung: Schwierige Gefühle wahrnehmen, ausdrücken, verarbeiten und wandeln.
  • Ressourcen & Skills: Neue innere und äußere Fähigkeiten entwickeln (z. B. Emotionsregulation, Selbstfürsorge, Grenzen).
  • Glaubenssätze erkennen und lösen: Innere Überzeugungen bewusst machen und verändern.
  • Authentische Kommunikation: Lernen, von innen nach außen zu sprechen – klar, ehrlich und mit Gefühl.
  • Persönliches Wachstum: Sich selbst neu entdecken und in der eigenen Entwicklung reifen.

Gruppenregeln – Der sichere Raum

Damit eine vertrauensvolle und tragfähige Atmosphäre entstehen kann, gelten folgende verbindliche Regeln:

  1. Absolute Verschwiegenheit
    Alles, was in der Gruppe geteilt wird, bleibt in der Gruppe. Keine Inhalte, Namen oder persönlichen Geschichten werden nach außen getragen.
  2. Achtsamer und respektvoller Umgang
    Wir begegnen einander wertschätzend, urteilsfrei und auf Augenhöhe.
  3. Sicherer Raum
    Jede:r entscheidet selbst, was und wie viel geteilt wird. Es gibt kein „Müssen“.
  4. Sprechen aus der Ich‑Perspektive
    Eigene Gefühle, Wahrnehmungen und Erfahrungen stehen im Vordergrund – keine Bewertungen oder Diagnosen anderer.
  5. Zuhören und Präsenz
    Wir hören einander aufmerksam zu und lassen einander aussprechen.
  6. Eigenverantwortung
    Jede:r trägt Verantwortung für sich, die eigenen Grenzen und Bedürfnisse wahrzunehmen und zu benennen.
  7. Pünktlichkeit und Verlässlichkeit
    Regelmäßige Teilnahme und Pünktlichkeit unterstützen den Gruppenprozess.
Gruppentherapie bei André Baumann

Rahmenbedingungen

  • Gruppengröße: maximal 10 Teilnehmer:innen
  • Sitzungsdauer: 100 Minuten
  • Frequenz: wöchentlich
  • Dauer der Therapie: in der Regel 1 bis 2 Jahre

Die Gruppe ist als kontinuierlicher Prozess angelegt, da Vertrauen, Tiefe und Veränderung Zeit brauchen.

Wichtig zu wissen

Gruppentherapie kann emotional berührend und herausfordernd sein. Gleichzeitig bietet sie die wertvolle Erfahrung, mit eigenen Themen nicht allein zu sein und im Kontakt mit anderen neue Wege zu erproben.

Wenn Sie bereit sind, sich selbst offen zu begegnen und den Prozess aktiv mitzugestalten, kann Gruppentherapie ein kraftvoller Raum für Entwicklung und Heilung sein.

Fragen und Antworten

Welche therapeutische Ausrichtung hat die Gruppe?

Die Gruppe arbeitet verhaltenstherapeutisch und integriert zusätzlich systemische sowie psychodynamische Perspektiven.

  • Die Verhaltenstherapie hilft dabei, konkrete Muster im Denken, Fühlen und Handeln zu erkennen und neue Fähigkeiten (Skills) zu entwickeln.
  • Systemische Ansätze betrachten den Menschen im Kontext seiner Beziehungen und Lebenssysteme (Familie).
  • Psychodynamische Perspektiven helfen zu verstehen, wie frühere Erfahrungen und Beziehungserlebnisse unser heutiges Verhalten und Erleben beeinflussen.

Diese Kombination ermöglicht sowohl praktisches Lernen im Alltag als auch ein tieferes Verständnis der eigenen inneren Muster.

Die Gruppe besteht aus 7 bis maximal 10 Teilnehmer:innen. Diese Größe ermöglicht ausreichend Raum für persönliche Themen und gleichzeitig vielfältige Rückmeldungen und Perspektiven.

Eine Sitzung dauert 100 Minuten und findet wöchentlich statt. Häufig geht es um aktuelle Themen der Teilnehmer:innen, Erfahrungen aus dem Alltag oder Prozesse, die innerhalb der Gruppe entstehen.

Neben dem Gespräch können je nach Thema auch kurze Übungen, Reflexionen oder hilfreiche Strategien zur Emotionsregulation und Kommunikation eingebracht werden.

Die Gruppe kann besonders hilfreich sein für Menschen, die:

  • sich selbst und ihre Beziehungsmuster besser verstehen möchten
  • Schwierigkeiten im Kontakt mit anderen erleben
  • wiederkehrende Konflikte oder emotionale Belastungen haben
  • lernen möchten, Gefühle besser wahrzunehmen und auszudrücken
  • ihre Selbstwahrnehmung und Selbstfürsorge stärken möchten

Wichtig sind vor allem:

  • Bereitschaft zur Selbstreflexion
  • Offenheit für einen gemeinsamen Prozess
  • respektvoller Umgang mit anderen Gruppenmitgliedern
  • möglichst regelmäßige Teilnahme

Niemand muss besonders redegewandt sein oder sofort sehr persönliche Dinge teilen. Jede Person bestimmt ihr eigenes Tempo.

Nein. Sie entscheiden selbst, was Sie teilen möchten. Viele Teilnehmer:innen merken jedoch mit der Zeit, dass es leichter wird, sich einzubringen, wenn Vertrauen in der Gruppe wächst. Keiner „muss müssen“.

Konflikte, Unsicherheiten oder starke Gefühle können Teil des therapeutischen Prozesses sein. Sie werden im geschützten Rahmen gemeinsam reflektiert. Gerade darin liegt oft eine wichtige Chance für neue Erfahrungen im Umgang mit sich selbst und anderen.

Ja, unterstützend und zur Vertiefung können Einzelsitzungen während der Gruppentherapie vereinbart werden, vor allem, wenn es sensible Themen gibt , die ich nicht in der Gruppe besprechen kann oder wenn gerade eine unterstützende Begleitung im Einzel notwendig ist. Der Hauptfokus liegt aber im Gruppenprozess. 

Gruppentherapie ermöglicht Erfahrungen, die in Einzeltherapie so nicht entstehen können:

  • Feedback und Perspektiven von mehreren Menschen
  • Erleben von Gemeinsamkeit statt Isolation
  • neue Beziehungserfahrungen
  • Lernen voneinander
  • Übungsraum für Kommunikation und Selbstbehauptung

Viele Menschen erleben die Gruppe als besonders lebendig, unterstützend und entwicklungsfördernd.

Gruppentherapie ist ein Entwicklungsprozess. In der Regel dauert eine Teilnahme zwischen einem und zwei Jahren. Die genaue Dauer kann individuell unterschiedlich sein.

Es kann immer einmal vorkommen, dass jemand fehlt. Für den Gruppenprozess ist jedoch eine möglichst regelmäßige Teilnahme wichtig, da Vertrauen und Entwicklung vor allem durch Kontinuität entstehen.

Ein Ausstieg ist grundsätzlich möglich, sollte jedoch gemeinsam mit der therapeutischen Leitung besprochen werden. Ein bewusster Abschluss hilft dabei, den eigenen Prozess gut zu integrieren und auch für die Gruppe einen klaren Übergang zu schaffen.

Unsicherheit ist am Anfang sehr häufig und vollkommen normal. Viele Menschen erleben zunächst Zurückhaltung oder Nervosität. In der Gruppe darf dieses Gefühl offen angesprochen werden. Oft entsteht gerade dadurch Verständnis, Unterstützung und Verbindung mit anderen Teilnehmer:innen.

Im Mittelpunkt steht zunächst das Teilen eigener Erfahrungen und Wahrnehmungen. Statt Ratschläge zu geben, ist es oft hilfreicher zu sagen, was man selbst fühlt, denkt oder erlebt hat. Dadurch entsteht ein offener Austausch, ohne dass sich jemand bewertet oder belehrt fühlt.

Nein. Viele Teilnehmer:innen beginnen die Gruppe mit genau dieser Sorge. Niemand muss sofort persönliche Themen teilen. Vertrauen entwickelt sich meist Schritt für Schritt. Jede Person entscheidet selbst, wann und wie viel sie von sich einbringen möchte.

Die Gruppentherapie wird in der Regel von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Die genauen Voraussetzungen werden im persönlichen Vorgespräch geklärt.

Gruppentherapie kann bei verschiedenen psychischen Belastungen und Erkrankungen hilfreich sein, insbesondere wenn zwischenmenschliche Erfahrungen, Gefühle und Verhaltensmuster eine Rolle spielen. Dazu gehören zum Beispiel:

  • Depressive Verstimmungen und Depressionen
  • Angststörungen (z. B. soziale Ängste, generalisierte Ängste)
  • Stressbelastung, Erschöpfung oder Burnout
  • Anpassungsstörungen nach belastenden Lebensereignissen
  • Selbstwertprobleme
  • Schwierigkeiten in Beziehungen oder im Kontakt mit anderen Menschen
  • wiederkehrende Konfliktmuster in Partnerschaft, Familie oder Beruf
  • emotionale Überforderung oder Schwierigkeiten im Umgang mit Gefühlen
  • psychosomatische Beschwerden

In der Gruppe geht es weniger um eine einzelne Diagnose als darum, die eigenen inneren Muster, Gefühle und Beziehungserfahrungen besser zu verstehen und neue Wege im Umgang mit sich selbst und anderen zu entwickeln.

In bestimmten Situationen kann zunächst eine andere Behandlungsform sinnvoll sein, zum Beispiel bei:

  • akuten psychischen Krisen
  • schweren akuten Suchterkrankungen
  • akuten Psychosen

In solchen Fällen wird gemeinsam im Vorgespräch geklärt, welche Form der Unterstützung im Moment am hilfreichsten ist.

* (nur für Patienten in laufender Therapie)

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